... haben ein tolles Schlagzeug
Ludwig-Vistalite

Ein durchsichtiges Schlagzeug; wer baut denn so was? Glaubt man den Gerüchten, so war es der weltberühmte Drummer Ginger Baker, der sich als Erster bereits in den frühen sechziger Jahren über seinem Herd eigene Trommelkessel aus Plastik zusammen gebogen hat. Industriell stellte die amerikanische Firma Zicko Drums 1969 erstmals solche Kessel her. Die Firma Ludwig begann im Jahr 1972 die Produktion von Acryl-Schlagzeugen aus diesem Kunststoff. Ihre Popularität hatten diese Schlagzeuge ihrem berühmtesten Endorser zu verdanken: John Bonham. Bonzo spielte bereits 1973 sein berühmtes Vistalite-Kit mit den Größen 26*14 BD, 14*10 TT, 16*16 FT, 18*16 FT in der Farbe "Amber". Zwar wechselte Bonham 1975 zu Ludwig Stainless Steel Drums, doch dieseDas Bonzo-Set drei Jahre reichten aus, um das durchsichtige Acryl-Schlagzeug zu einem Markenzeichen Led Zeppelins werden zu lassen. Heute bezahlt man locker einige tausend Euro für eine "Amber"-Bassdrum in den originalen Bonzo-Maßen.
Zunächst bot Ludwig als alternative Farben noch gelbe, rote, blaue, grüne und einfach durchsichtige Trommeln an. Da die Nachfrage ständig stieg, wurden 1975 auch Trommeln in so genannten Regenbogen-Mustern gefertigt, die in den unterschiedlichsten Varianten die verschiedenen Farben in einer Trommel kombinierten. Den Höhepunkt der obskuren Vistalite-Trommeln stellten die ab 1978 produzierten Vistalite-Tivoli-Sets dar, die neben unterschiedlichsten Farbmustern nun auch eine eingebaute Beleuchtung durch Lichterketten besaßen. Leider ging diese Weihnachtsbeleuchtung recht schnell kaputt. Gegen Ende der 70er Jahre verloren die Acryl-Schlagzeuge zunehmend an Popularität und nach und nach stellten alle Hersteller dieser Trommeln (u.a. Fibes, Pearl, Tama, Hayman etc.) ihre Produktion ein.
Neben Led Zeppelin konnte man Vistalite-Sets z.B. auch bei AC/DC, The Who, Pink Floyd, Iron Butterfly, Jefferson Airplane, Red Hot Chili Peppers und Twisted Sister auf den Bühnen dieser WVistalite mit blau-weißem Spiralmusterelt live bewundern.
Heute sind die Ludwig Vistalite-Sets sehr begehrte Vintage-Drums. Besonders teuer sind die großen Kessel und die außergewöhnlichen Farben. Mit Abstand am teuersten ist und bleibt aber das Bonham-Set, welches nahezu unerschwinglich ist.
Volker hat sein blaues Ludwig-Set nach langem Suchen bei Trojan in München erworben. Als ein erheblicher Nachteil der Trommeln stellte sich schon sehr schnell ihre Empfindlichkeit in Bezug auf Stöße und Kratzer heraus. Als die Post die Trommeln aus München in Mainz abgeliefert hatte, musste Volker leider feststellen, dass die Bassdrum nur noch ein Scherbenhaufen war. Was nun? Für Mad Zeppelin braucht man einfach solche Trommeln, also war zurückgeben keine Alternative. Reparieren war auch nicht möglich. Also machte sich Volker auf die Suche nach einer einzelnen blauen Ludwig Bassdrum aus den 70er Jahren. Ein nahezu unmögliches Unterfangen, doch das Glück war dem Drummer hold und so fand sich tatsächlich in Moers ein Sammler alter Ludwig-Schlagzeuge, der ein blaues Set mit zwei Bassdrums besaß. Nach zähen Verhandlungen ließ sich der gute Sammler schließlich überreden, eine Bassdrum zu verkaufen. Maßgeblichen Anteil an dieser Entscheidung hatte die Tatsache, dass die Trommel wieder live bei einer Led Zeppelin-Coverband auf der Bühne zu sehen sein würden. Damit bieten Mad Zeppelin eine weitere Attraktion der originalen Led Zeppelin-Show der frühen 70er Jahre und vor allem die anwesenden Schlagzeugern werden sicherlich von diesem wirklich schönen und gut klingendes Drumkit begeistert sein.
2003 legte Ludwig eine auf 100 Stück limitierte Neuauflage des originalen Bonham-Sets auf, die innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war. Natürlich musste Volker die einmalige Gelegenheit ergreifen, dieses Traumset zu erwerben und konnte mit viel Glück das Vorletzte der für Deutschland bestimmten Sets ergattern.

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