... on the road
Tagebuch Nr. 89

Herbst 2016 Teil II

12. November, Schweinfurt, Stattbahnhof,
Diesmal durften Mad Zeppelin in Schweinfurt einen ungewöhnlich frühen Jahresabschluss feiern. Dieser fiel aber dafür umso grandioser aus. Nach den schlechten Erfahrungen mit den Soundchecks der letzten Wochen und der teils schon massiven Kritik an Sound und Lautstärke wagten sich Mad Zeppelin diesmal auch an ein besonderes Projekt: Optimierung des Bühnensounds. Bassist Christian hatte sich eigens eine Monitorbox geliehen, um die Lautstärke der Bassbox in Richtung Publikum zu reduzieren, Keyboarder Thomas justierte seine Monitorbox auch neu und  Gitarrist Ralph wagte das beinahe für unmöglich Geglaubte: auf der Bühne postierte er nur Leerboxen! Die gesamte Gitarrenanlage wurde hinter der Bühne aufgebaut und mit Mikros abgenommen. So gelang es, die Lautstärke auf der Bühne drastisch zu reduzieren. Mischer Manfred gewann dadurch mehr Spielraum, sowohl den Monitorsound als auch die Boxen in der Halle optimal zu justieren. Das Resultat: ein hoffentlich besserer und ein wenig leiserer Sound. Zugegen war der dafür betriebene Aufwand erheblich und vor allem Ralph zeigte sich nach dem Gig nicht wirklich überzeugt von diesem Projekt. Die anderen hingegen lobten den besseren Bühnensound. Obwohl auch in Schweinfurt eher wenig Zuschauer anwesend waren (160) war die Stimmung gewohnt grandios und die Band legte los wie die Feuerwehr. Selbst eine gerissene Saite bei „Black Dog“ konnte den Triumphzug nur marginal aus der Spur werfen. Alle waren bestens eingespielt und hatten Lust, ein letztes Mal in diesem Jahr so richtig loszurocken. Das komplette Programm wurde zum Teil in funkensprühenden Versionen abgefeuert. Hier passte jede Note, gelang jede Improvisation. Dazu lud die große Bühne vor allem die Saitenfraktion zur Bewegung ein. Lediglich ganz zum Schluss schlichen sich ein paar kleinere Fehlerchen ein, die aber nicht weiter ins Gewicht fielen. Der Abend war einfach rundum gelungen und so verwunderte es nicht, dass erst gegen fünf Uhr in der Früh die Letzten in die Betten gingen.

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