... on the road
Tagebuch Nr. 86

Herbst 2015

25.09. Rüsselsheim, Rind
Zum zweiten Mal innerhalb von Jahresfrist machten Mad Zeppelin im Rind Station und diesmal boten 150 Zuschauer eine wirklich stattliche Kulisse. Im Vergleich zum Vorjahr gab es nur kleine Veränderungen im Programm. Eröffnet wurde das Set mit dem neuen (alten) Intro um dann gleich mit „The Song Remains The Same“ in die Vollen zu gehen. Ohne Pause schloss sich dann das länger nicht gespielte“ Celebration Day“ an, für das der „Rain Song“ aus dem Programm weichen musste. Sänger Moppel nutzte die Gelegenheit, um auf den just an diesem Abend zelebrierten 18. Geburtstag seiner Freundin hinzuweisen. Zudem gab es einen zweiten Grund, ausgelassen zu feiern: Mad Zeppelin spielten fast auf den Tag genau seit 10 Jahren in dieser Besetzung. So lange halten viele Ehen nicht!
Das Konzert selbst war ein echtes Highlight. Man spürte von Beginn an die Lust, die alle Bandmitglieder versprühten und so gab es diesmal extrem ausufernde Soloimprovisationen zu bestaunen. Nur an der Roadiefront lief an diesem Abend nicht alles so glatt wie gewohnt. Die Backdrops wurden im Proberaum vergessen und Roadie Manfred hatte einen üblen Hexenschuss. Aber die Herren Musiker bejammern in letzter Zeit auch reihum, wie schlecht es um ihre Gesundheit steht, da darf auch mal der Roadie krank sein. Die Presse feierte den Gig übrigens ebenfalls mit einem Bericht, den ihr hier lesen könnt.

9.10. Bruchsal, Fabrik
Eine kleine Enttäuschung waren die leider nur knapp 200 Zuschauer, die an diesem Abend den Weg in die ansonsten eigentlich immer toll besuchte Fabrik fanden, dann doch schon. Die vor Ort Anwesenden ließen sich die Laune aber nicht vermiesen, obwohl es ein wenig dauerte, bis Band und Publikum auf Betriebstemperatur kamen. Mad Zeppelin spielten das gleiche Programm wie in Rüsselsheim und boten zudem eine Lightshow der Spitzenklasse auf. Auch der manchmal kritisierte Sound war an diesem Abend wirklich gelungen, obwohl die Bühne gerade im Tiefbassbereich mächtig rückkoppelte. Dies führte dazu, dass beim Intro von „Kashmir“ gleich zwei Bierflaschen von Ralphs Verstärker vibriert wurden. Insgesamt spielte man ordentlich aber nicht ganz mit der gleichen Magie wie wenige Tage zuvor im Rind. Leider hatte Keyboarder Thomas kleinere gesundheitliche Probleme, die ihn vor allem im ersten Set ein wenig beeinträchtigten. Sänger Moppel schlug dann auch vor, es mal als Coverband von Nazareth zu probieren, dann könne man sich Lazarett nennen. Hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommen muss.

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