... das meint die Presse

„Mad Zeppelin“ liefert authentischen Rock, statt ihn zu klonen

RÜSSELSHEIM - „Happy birthday to us!“ – war einer der ersten Sätze, die Michael Dorp am Freitagabend im Rind von sich gab. Grund dafür war ein Jubiläum, denn seine Band „Mad Zeppelin“ tritt in dieser Besetzung seit genau zehn Jahren und zwei Tagen gemeinsam auf. Die 1999 in Mainz gegründete Gruppe, bestehend aus Frontsänger Dorp, Gitarrist Ralph Glodek, Bassist Christian Ludwig, Keyboarder Thomas Blum und Schlagzeuger Volker Brecher ist bekannt für ihren Ruf als eine der besten Led-Zeppelin-Tribute-Bands Europas.

Mit etlichen Jahren Bühnenerfahrung und etwa 15 Konzerten pro Jahr sind die Musiker durchaus keine Neulinge im Musikgeschäft. Während es bei einer Coverband auch um eigene Interpretationen geht, lebt eine Tributeband von perfekter Nachahmung. Dorp erklärte: „Es geht uns um ein möglichst authentisches Konzerterleben. Dennoch wollen wir keine Klone sein und den Menschen auch keinen Museumsbesuch präsentieren.“ Diesem Anspruch wurden sie mit ihrer kraftvollen und authentischen Show gerecht. Dadurch bietet sich den Fans die Chance, die Rockmusik der Originalband aus den 70ern noch einmal zu hören und diejenigen, die die Band nie live erleben konnten, kommen auch auf ihre Kosten.

Das facettenreiche Rock-Programm, beeinflusst von Folk und Blues, wurde mit akustisch angehauchten Songs abgerundet.

Mad Zeppelin heizte durch zahlreiche und legendäre Highlights ein: Glodek gab ein Gitarrensolo auf der Doppelhals-Gitarre zu „Stairway To Heaven“ zum Besten, verlegte an anderer Stelle sein Gitarrenspiel kurzerhand auf seinen Rücken und bewies außerdem im Umgang mit Geigenbogen sowie Theremin sein Können. Schlagzeuger Brecher zeigte bei dem ausgedehnten Solo zu „Moby Dick“ vollen Körpereinsatz und trommelte mit bloßen Händen, mitunter auch auf dem eigenen Kopf.

Fans sollten sich den 19. Dezember 2015 vormerken, denn an diesem Tag ist Mad Zeppelin Gastgeber für ein gemeinsames Event mit „Hole Full Of Love“ und „Hollywood Rose“. Dorp lud augenzwinkernd zu einer „Abrissparty“ ein, da das KUZ in Mainz wegen bevorstehender Sanierungsmaßnahmen dann für längere Zeit schließen wird..

Mainspitze, Maria Schneider (online, www.main-spitze.de/lokales/kultur/lokale-kultur/mad-zeppelin-liefert-authentischen-rock-statt-ihn-zu-klonen_16212666.htm)

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